eSIM für Japan: vom ersten Moment nach der Landung online
Mit welchen Netzen du dich verbindest, wie viel Datenvolumen du wirklich brauchst und wie du eine eSIM für Japan schon vor der Abreise einrichtest.
Japan gehört zu den Ländern, in denen man mit dem Handy am einfachsten reist. Die Züge sind pünktlich, viele Schilder sind auch auf Englisch, und fast alles, was du brauchst, von Zugverbindungen bis zur Warteschlange im Restaurant, läuft über eine App. Der Haken: Das alles setzt voraus, dass du online bist.
Eine eSIM ist der einfachste Weg dorthin. Sie ist eine SIM-Karte ohne Plastik: Du installierst sie vor der Abreise auf deinem Handy, und wenn das Flugzeug landet, hast du schon Daten. Kein Shop am Flughafen, kein Pocket-WLAN zum Abholen und Zurückgeben.
In diesem Ratgeber steht, was du zum Einrichten wissen musst.
Warum eine eSIM die bessere Wahl ist
Die meisten Japan-Reisenden wählen zwischen drei Möglichkeiten.
Roaming über deinen Anbieter zu Hause. Funktioniert, ohne dass du etwas tun musst, und das ist der ganze Vorteil. Meist ist es aber auch mit Abstand die teuerste Lösung, vor allem wenn du den ganzen Tag Karten und soziale Netzwerke nutzt.
Pocket-WLAN. Ein kleiner Router, den du am Flughafen mietest oder ins Hotel geschickt bekommst. Er ist schnell und mehrere Personen können ihn teilen, aber er ist ein weiteres Gerät, das jeden Abend geladen werden muss, er muss immer bei dir sein und vor dem Rückflug zurückgegeben werden.
Eine Reise-eSIM. Die Daten kommen direkt aufs Handy, ohne etwas mitzunehmen, zu laden oder zurückzugeben. Du kaufst sie online, installierst sie in ein paar Minuten, und deine gewohnte Nummer bleibt für Anrufe und Nachrichten aktiv.
Für die meisten Reisenden, besonders Alleinreisende und Paare mit je einem eigenen Handy, ist die eSIM die Lösung, bei der am wenigsten schiefgehen kann.
Mit welchen Netzen du dich verbindest
Japan hat vier Mobilfunknetze: NTT docomo, KDDI (au), SoftBank und Rakuten Mobile. In den Städten und entlang der wichtigsten Bahnstrecken ist die Abdeckung bei allen hervorragend, und 5G ist in Ballungsräumen weit verbreitet.
Die Wigoo-Tarife für Japan nutzen diese lokalen Netze, du hast also denselben Empfang wie die Menschen vor Ort. Auf der Tarifseite steht, welche Netzbetreiber jeder Tarif nutzt.
Unterstützt mein Handy eSIM?
Die meisten Handys der letzten Jahre tun das. Beim iPhone unterstützt jedes Modell ab dem iPhone XS und XR eSIM. Aktuelle Google Pixel und Samsung Galaxy ebenso.
Prüfen musst du nur, ob dein Handy entsperrt ist, also nicht an einen einzigen Anbieter gebunden. Wenn du es ohne Vertrag gekauft hast, ist es das fast sicher. Kam es mit einem Vertrag, frag deinen Anbieter: Die meisten entsperren es auf Anfrage, sobald die Vertragsbedingungen es erlauben.
Die Wigoo-App prüft die Kompatibilität vor der Zahlung, damit du nie einen Tarif kaufst, den dein Handy nicht nutzen kann.
Wie viel Datenvolumen brauchst du?
Das hängt viel mehr davon ab, wie du dein Handy nutzt, als davon, wie lange du bleibst. Als grobe Orientierung:
- Karten, Nachrichten und E-Mail. Navigation und Chats verbrauchen sehr wenig. Ein paar hundert Megabyte pro Woche reichen oft, und 1 bis 3 GB decken eine kurze Reise bequem ab.
- Alltagsnutzung mit etwas Social Media. Fotos posten, Instagram im Zug, hin und wieder ein Video. Plane 5 bis 10 GB für ein bis zwei Wochen ein.
- Intensive Nutzung. Videoanrufe, Streaming, Hotspot für den Laptop. Hier ist ein unbegrenzter Tagespass sinnvoller als ein festes Volumen.
Die Wigoo-Tarife für Japan reichen von 1 GB für eine Woche bis 20 GB für einen Monat, dazu kommen Tagespässe mit 2 GB pro Tag in voller Geschwindigkeit, danach bleibst du mit reduzierter Geschwindigkeit bis zum nächsten Tag online. Wenn es knapp wird, kannst du dieselbe eSIM in der App aufladen, ohne etwas Neues zu installieren.
Einrichtung Schritt für Schritt
- Kauf den Tarif vor der Abreise. Wähl Japan, entscheide, wie viel Datenvolumen du willst, und bezahl in deiner Währung.
- Installier sie zu Hause im WLAN. Die Installation braucht eine Verbindung, also erledige sie, bevor du zum Flughafen fährst, nicht erst nach der Landung.
- Lass deine gewohnte Leitung an. Deine SIM bleibt für Anrufe und SMS aktiv, und du bekommst weiterhin die Codes, die deine Bank per SMS schickt.
- Nach der Landung die Daten auf die Wigoo-Leitung umstellen. Wähl in den Einstellungen die Wigoo-eSIM als Leitung für mobile Daten und aktivier dort Datenroaming. Fertig: Du bist online.
Datenroaming auf der eSIM zu aktivieren heißt nicht, dass du deinem Anbieter zu Hause Roaming bezahlst. Es sagt dem Handy nur, dass es ein Netz außerhalb des Heimatlands der eSIM nutzen darf. Damit es keine Überraschungen gibt, lass Datenroaming auf deiner gewohnten Leitung ausgeschaltet.
Ein paar nützliche Dinge über Japan
- Die eSIM ist ein reiner Datentarif. Du bekommst keine japanische Telefonnummer. Zum Telefonieren funktionieren WhatsApp, LINE und FaceTime über das Internet, und LINE ist die App, die die meisten Menschen in Japan nutzen.
- Leg eine Verkehrskarte aufs Handy. Auf dem iPhone kannst du eine Suica- oder PASMO-Karte zu Apple Wallet hinzufügen und ohne Papierticket durch die Sperren gehen. Zum Aufladen brauchst du eine Verbindung, ein Grund mehr, ab dem ersten Tag Daten zu haben.
- Kostenloses WLAN gibt es, aber verlass dich nicht darauf. Bahnhöfe, Flughäfen und viele Convenience Stores bieten es an, oft aber nur mit Registrierung, und es ist weg, sobald du weitergehst.
- Lade trotzdem Offline-Karten herunter. Selbst mit einem guten Tarif ist eine heruntergeladene Karte der Stadt ein nützliches Sicherheitsnetz in der U-Bahn und in den Bergen.
Kurze Antworten
Kann ich die eSIM vor der Reise installieren?
Ja, und das solltest du. Installier sie zu Hause im WLAN und stell nach der Ankunft die mobilen Daten auf sie um.
Behalte ich WhatsApp und meine Nummer?
Ja. WhatsApp hängt an deiner Nummer, nicht an der SIM, und deine gewohnte Leitung bleibt neben der eSIM aktiv.
Was, wenn mein Datenvolumen aufgebraucht ist?
Du lädst in der App auf. Dieselbe eSIM funktioniert weiter, du musst unterwegs also nichts neu installieren.
Funktioniert das auch außerhalb der großen Städte?
Japans Netze decken den allergrößten Teil der bewohnten Gebiete ab, einschließlich der meisten Kleinstädte und der wichtigsten Reiserouten. In abgelegenen Bergregionen kann es Lücken geben, wie überall.